Unsere smarten Helfer


In unserer Fotoreihe stellen wir smarte Tools und Lösungen am Arbeitsplatz vor, die nicht nur die tägliche Arbeit der Kollegen erleichtern, sondern auch neue Perspektiven eröffnen, sei es in der Produktion, in der Planung oder im Verkehr innerhalb des Werkgeländes.
Renáta Kausits Projektkoordinatorin, Produktionssysteme
Optimiert alles DISCoPro-Projekt

Um die Effizienz zu steigern und auftretende Kosten zu senken, startete bei Audi Hungaria in der Automobilproduktion das sogenannte DISCoPro-Projekt. Die im Zeichen der Digitalisierung entstandene Entwicklung gilt als Vorreiter im Audi Konzern und bietet eine Vielzahl innovativer Lösungen. 

So zum Beispiel die automatische Optimierung der Reihenfolge von Arbeitsaufgaben, die Registrierung der geparkten Autos per GPS und die Anzeige von Produktionsinformationen für Mitarbeiter, auch über mobile Geräte. Die erste Phase des Systems feierte ihren Einstand gleichzeitig mit dem Produktionsanlauf des Audi Q3. Unser künftiges Ziel ist es nun, die Produktionsprozesse mithilfe der digitalisierten Daten weiter zu optimieren.

Roland Balog 3D-Messtechnologe, Werkzeugbau, Anlagen- und Vorrichtungsbau
Mehr als nur Realität AR-Brille

Was bedeutet erweiterte Realität (Augmented Reality, AR)? Eine Art virtuelle Erweiterung der physischen Realität. Die Möglichkeiten, die darin stecken, testet Audi Hungaria laufend in enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich IT. Die AR-Brille wurde entwickelt, um die Realität „weiterzudenken“, mit ihr ist es möglich, virtuelle Elemente in die physische Umwelt zu projizieren.

Wie profitiert der Anlagen- und Vorrichtungsbau im Werkzeugbau der Audi Hungaria von so einem Tool? Mit der virtuellen Hololens-Brille kann die Steuerung bei der Montage von jedem vernetzten PC übernommen und das 3D-Modell, das auf dem Monitor zu sehen ist, auf die Brille projiziert werden. Der große Vorteil der Entwicklung, die sich noch in der Testphase befindet, besteht darin, dass beim Montageprozess beide Hände des Mitarbeiters frei bleiben und alle nötigen Daten und Informationen vor ihm erscheinen. Mit der Anwendung können 3D-Modelle auch gedreht werden, was die Arbeitsausführung wesentlich erleichtert.

Imre Mácsár Ingenieur, Analyse- und Vorserienzentrum
Virtueller Autobau VR-Brille

Schon heute ermöglicht uns die Technologie, die Produktion zu simulieren und die Realisierbarkeit der Fahrzeuge ohne physische Existenz der Bauteile oder Werkzeuge zu überprüfen. Ein Tool hierfür ist die Virtual-Reality(VR)-Brille, die im Analyse- und Vorserienzentrum der Audi Hungaria Anwendung findet. 

Diese Technologie kann den Mitarbeiter konkret in die Simulation einbinden, was bis dato nur bedingt möglich war. Das Ziel ist es, entsprechende virtuelle Umgebungen für die Mitarbeiter zu entwickeln, in denen sie reale Arbeitsabläufe trainieren können. Hier haben sie die Möglichkeit, in einer frühen Phase der Fahrzeugprojekte ihre Erkenntnisse zu teilen und durch entsprechende Rückmeldungen den weiteren Projektverlauf zu beeinflussen. Das ist erst der Anfang, und Audi Hungaria ist davon überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein.

Zsolt Sáfrányos Bauteilingenieur, Qualitätssicherung 
Teile und fahre! Carsharing

Als Antwort auf die aktuellen Herausforderungen startete unter dem Namen Audi12Go ein neues, innovatives Carsharing-System bei Audi Hungaria. Die Dienstwagen mit den Vier Ringen stehen allen Mitarbeitern, die sich im Carsharing-System registriert haben, auf dem gesamten Werkgelände und darüber hinaus zur Verfügung. Sie können über eine Webseite online gebucht und für Dienstfahrten innerhalb und außerhalb des Werks genutzt werden.

Die Funktion des Systems ist einfach: Nach der Buchung setzt sich der Mitarbeiter ins Auto, identifiziert sich mit dem Werkausweis und kann auch schon losfahren. Nach der Fahrt wird das Auto auf dem Werkgelände abgestellt und im System abgemeldet, worauf es für andere Nutzer wieder freigeschaltet ist. Mit dieser Lösung stellt Audi Hungaria ihren Mitarbeitern einen dynamischen Fuhrpark zur Verfügung und fördert diese moderne Form der Mobilität.

Zoltán Komáromi Fachkoordinator, Qualitätssicherung
Probefahrt: All-in System CAROLINE

Was wäre, wenn die Fahrzeugdiagnosen der Testfahrt über eine drahtlose Verbindung laufen würden? Diese Idee entstand im Fachbereich Elektrische Fahrzeug­analyse und war schnell von Erfolg gekrönt. Die Initiative ist konzernweit einzigartig, da das WLAN bisher nicht für solche Zwecke verwendet wurde. Das eigenentwickelte System CAROLINE (CAR-ALL-IN) bietet unter anderem eine Lösung, um den Kommunikationskanal effizienter zu gestalten. Durch die Verwendung des drahtlosen Datenübertragungs- und Visualisierungssystems lässt sich die Zahl der Prüfstellen für die Testfahrt und damit die Kapazität des Prüfbereiches erhöhen.

Mithilfe der Technologie beschleunigt sich der Prüfprozess, außerdem verbessert sich die Ergonomie am Arbeitsplatz. Ein weiterer Vorteil des Systems ist, dass die bei der Probefahrt laufend gesammelten Sensordaten (wie beispielsweise die Motordrehzahl) automatisch über Big Data ausgewertet werden und die Möglichkeit besteht, neue prognostische Prüfmethoden zu gestalten.

Szabolcs Tanai Ingenieur, Digitale Planung
Aus der Vogelperspektive Drohnentechnik

Früher wurden die Luftaufnahmen bei der Audi Hungaria für die Fabrikplanung mit einer Handkamera aus einem Flugzeug heraus gemacht. Durch die rasante Entwicklung von Drohnen kann eine hochaufgelöste Luftaufnahme des Werks heute mit einer eigenen Drohne einfacher, schneller und mit nur zehnminütiger Vorbereitung gemacht werden. Audi Hungaria verwendet die Aufnahmen zu Vermessungszwecken; dank der Drohnen können jedoch auch Orthofotos (Fotokarten) oder 3D-Geländemodelle erstellt werden. Mit den so gewonnenen Daten werden Werkübersichtspläne aktualisiert sowie unterschiedliche Kontroll- und Planungsarbeiten auf dem Werkgelände durchgeführt.

Daneben erstellen die Drohnen auch Bild- und Videoaufnahmen für Präsentationen sowie Luftaufnahmen von verschiedenen Events der Audi Hungaria. In dem erforderlichen Luftraum kann die Drohne über der gesamten Werkfläche bis zu 500 Meter hoch fliegen, geflogen wird jede Woche. Der sichere Flug der Drohnen wird durch Sensoren, Autopilot und Live-Video auf dem Controller unters ützt.

Tamás Csillag Mitarbeiter Montage, Motorenproduktion
Alles fährt wie von selbst Selbstfahrendes Transportsystem

Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mehrerer Fachbereiche und die Koordination der Logistikplanung entstand das fahrerlose System, das die Produktionslinie für Vierzylinder-Dieselmotoren versorgt. Wegen ihrer Komplexität ist die Technologie nicht nur bei Audi Hungaria, sondern auch weltweit einzigartig: 22 Fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) liefern die Teile nach fünf verschiedenen Versorgungsmethoden. Mitarbeiter sammeln die erforderlichen Teile im Lager und laden sie auf die Wagen, anschließend erhält das selbstfahrende System die Informationen zur Auslieferung.

Ab dem Moment steuern die automatischen Transportmittel  selbst die Tore und gehen sich nötigenfalls auch aus dem Weg, um so unnötige Wartezeiten zu vermeiden. Volle und leere Behälter werden ebenfalls automatisch ausgetauscht, der Vorgang wird von einem Lichtschrankensystem überwacht. Für die Produktion von 500 Motoren pro Schicht sind 345 Auslieferungen erforderlich. Dabei legen die Transportfahrzeuge Wege zurück, die einer Strecke von Győr bis Budapest entsprechen.

Dr. Zsófia Müller Referentin, Rechtsberatung, Datenschutz
Gergely Baczoni Personalreferent, Organisation / Internationales Personalmanagement
Egal wo und wann Mobile Arbeit

Neue Generationen von Arbeitnehmern, neue Ansprüche und der Vormarsch der Digitalisierung – diese Faktoren riefen die mobile Arbeit ins Leben, die auch bei Audi Hungaria in bestimmten Fachbereichen möglich ist.

In mobiler Form lässt sich die Work-Life-Balance leichter herstellen und gleichzeitig ruhiger, konzentrierter und kreativer arbeiten, indem moderne und praktische Mittel wie etwa Skype genutzt werden. Damit diese Arbeitsform erfolgreich funktioniert, sind Vertrauen und eine aktive Kommunikation zwischen beiden Seiten notwendig.

„Moderne Arbeitsmethoden, innovative Lösungen, zukunftsweisende Technologie, Forschung und Entwicklung prägen die Welt der Audi Hungaria. Für das Unternehmen mit den Vier Ringen ist es essenziell, dass die Mitarbeiter effektiv und technologisch auf dem höchsten Niveau wertschöpfende Tätigkeiten ausüben können. Hier spielen zahlreiche Faktoren eine entscheidende Rolle: Wissenstransfer mit universitären Forschungsgruppen bringt aktive Zusammenarbeit mit der Wissenschaft, durch technologische Modernisierung und Digitalisierung werden intelligente Arbeitstools und modernste Methoden in die Arbeitsprozesse der Audi Hungaria integriert. Für die Mitarbeiter ist somit die Zukunft der Arbeit gelebte Realität.“

Dr. Elisabeth Knab Vorstand
Personal und Organisation
Dr. Knáb Erzsébet